Was ist Achtsamkeit?

Was ist Meditation?

 

Wenn du die Berührung mit der inneren Stille verlierst, verlierst du den Kontakt mit dir selbst.
Wenn du den Kontakt mit dir selbst verlierst, verlierst du dich in der Welt."

Eckhart Tolle

 

Was ist Achtsamkeit?

 

Achtsamkeit ist die Fähigkeit, all das, was gerade in diesem Moment geschieht, bewusst wahrzunehmen – ohne zu bewerten oder etwas daran verändern zu wollen.

In unserem Alltag verweilen wir oft mit den Gedanken in der Vergangenheit oder in der Zukunft, bewerten uns selbst und andere, oft ohne es zu bemerken. Stress und innere Unzufriedenheit, mit all ihren Begleiterscheinungen, können die Folge sein.

 

Achtsam sein hingegen ist ein wohlwollendes Beobachten dessen, was gerade in uns auftaucht. Es beinhaltet ebenso, nichts zu verdrängen, sondern sich der Erfahrung des Augenblicks zu öffnen, wie auch immer dieser gerade aussieht.

Dies kann ein Gedanke, ein Gefühl, eine Körperempfindung oder auch ein Geräusch sein, es kann angenehm oder auch unangenehm sein. Durch das bewusste Wahrnehmen dessen, was gerade geschieht, ist es möglich automatisierte Reaktionsmuster zu erkennen, die häufig Ursache für Stress sind, und langfristig zu verändern.

Erfahrungen von Klarheit, Gelassenheit und körperliche Ausgeglichenheit können so erneut ihre positiven Wirkungen in uns entfalten.

 

In der Achtsamkeitsmeditation geht es darum zu üben, sich mit der Haltung eines wertfreien und neutralen Beobachters den eigenen Empfindungen, Gedanken und Gefühlen zuzuwenden.

Dies geschieht, in dem man (zum Beispiel) den Atem als Anker nimmt und die Aufmerksamkeit immer wieder auf ihn zurückführt. Die Achtsamkeitsmeditation hilft uns, in den Turbulenzen des Alltages wacher und präsenter zu sein und dem Leben mehr Tiefe zu geben. Sie erhöht die körperliche Gesundheit und das geistige Wohlbefinden.

 

Das mächtigste Kinoprogramm der Welt läuft in unseren Köpfen ab. Im Alltag merken wir zwar, dass in unserem Kopf viel los ist, aber wir verstehen nicht, was sich dort wirklich abspielt…

 

Mit aller Kraft

Wenn wir anfangen zu meditieren, wollen wir oft unseren unruhigen Geist zähmen. Aber das ist gar nicht so einfach. Er ist so ähnlich wie ein wildes Pferd. Er lässt sich nicht einfach beruhigen, nur weil wir beschlossen haben, zur Ruhe zu kommen oder zu meditieren – er wird ausbrechen. Wir können ihn nicht plötzlich kontrollieren, nur weil wir das mit aller Kraft wollen.

 

Klarheit

Unser Geist ist wie ein See. An einem ruhigen Tag, wenn kein Wind weht, ist die Wasseroberfläche ganz glatt und klar. Unsere Gedanken sind wie Steine, die hineingeworfen werden. Sie erzeugen Wellen an der Oberfläche des Sees. Unser Geist ist auf ganz ähnliche Art in ständiger Bewegung. Ein Gedanke jagt den anderen, wir kommen nicht wirklich zur Ruhe…

 

Beschreibende Texte unter Creative Commons Lizenz BY-SA 3.0 DE: Arbor Verlag/Martin Armbruster